Mia

Unser Besuch am 18.04.2015

Mia war unsere Pflegehündin, die mich (Thomas) damals innerhalb der ersten drei Sekunden unseres Kennenlernens in die Hand gebissen hatte. Jedoch hat sich schnell gezeigt, dass sie mich nicht aus Bösartigkeit sondern aus Hilflosigkeit und Angst gebissen hatte. Diese Erkenntnis sorgte damals dafür, dass Mias Vorbesitzer nach zwei Stunden ohne Mia unser Haus verließen. Eine spannende Zeit begann.

Mia hatte das Pech, dass sie in ihren frühen Entwicklungsphasen kaum etwas kennenlernen durfte. Somit hatte sie vor allem und jedem Angst. Mit der Zeit lernte Mia, dass durch ihr aggressives Auftreten das meiste Unbekannte schnell verschwand.

Wir trafen Mia nun das dritte Mal nachdem sie uns als Pflegestelle verlassen hatte. Wir besuchten Mia in Ihrem neuen Zuhause. Als wir angemeldet den Garten betraten, wartete Mia bereits an einer Schleppleine und mit einem Maulkorb. (Aus Sicherheitsgründen haben wir Mia bei Besuchern immer einen Maulkorb aufgezogen, da sie bereits einige Besucher gekniffen und stark beeindruckt hat.) Kaum angesprochen scheint sich Mia an uns erinnert zu haben und war vor Freude außer sich. Die Leine und der Maulkorb waren somit nicht mehr notwendig. Nun folgten nacheinander unsere beiden Rüden. Erst Fibus der Gutmütige gefolgt von Max dem Hyperaktiven. Keine Berührungsängste, große Freude auf allen Seiten – als wäre man vom Einkaufen zurück.

Mia machte einen superglücklichen und ausgeglichenen Eindruck. Sie hatte schön gepflegtes Fell und bewegte sich sehr agil. Ein neuer bellender Nachbarshund, der Mia damals in eine schwer zu bändigenden Extase hätte verfallen lassen, stiftete sie nun nur noch zum gelegentlichen Antwortbellen an. Aber meist war sie abrufbar. Sie zeigte uns Kunststücke, die Frauchen Verena mit Ihr einübte. Mein Favorit der Darstellung war das Winken mit der Pfote. 🙂

Mia besucht jetzt regelmäßig eine Hundetagesstätte und lernt dort auch immer mehr neue Hunde kennen. Beim täglichen Spaziergang hat sie immer noch ihre herausfordernden Momente. Aber leider liegt das meist an anderen Hundehaltern, die ihre Hunde im Freilauf (oder auch an der Leine) an Mia heranlassen.

Im ganzen war es einfach ein toller Nachmittag. Danke Verena und Mike! Wir haben das Gefühl, mit Mia soweit alles richtig gemacht zu haben. Ihr macht mit Mia dort weiter, wo wir angefangen haben und seid schon weit gekommen. Es zeigt uns, dass der Tierschutz wirklich gelingt, wenn man engagiert und mit Liebe dem Tier hilft. Wir bewundern eure Kraft und die Hilfe, die ihr für Mia sucht und entgegennehmt.